Unternehmenschronik

1989: Eine neue Ära
Neue Herausforderungen im wiedervereinigten Deutschland So hoffnungsvoll die Geschichte des Standortes der heutigen Bundesdruckerei Ende des 19. Jahrhunderts im "Zeitungsviertel" der jungen Reichshauptstadt begonnen hatte, so verlassen und trist wirkte die Fläche in den langen Jahren des Kalten Krieges. Selbst alteingesessene Berliner schienen vergessen zu haben, dass hier -im ehemaligen Zentrum einer aufstrebenden Metropole- eines der traditionsreichsten Unternehmen der Stadt noch immer für den Druck deutscher Banknoten, Postwertzeichen und Ausweisdokumente verantwortlich zeichnete.
Das ändert sich erst, als man nach der Deutschen Wiedervereinigung Anfang der 90er Jahre entlang des ehemaligen Mauerstreifens mit der Umsetzung eines neuen städtebaulichen Gesamtkonzeptes beginnt, in das sich die Bundesdruckerei mit modernen Industriekomplexen für den Banknotendruck und mit dem Bau eines europaweit einzigartigen, neuen Hochsicherheitstresors integriert.
Erstmalig in ihrer langen Standortgeschichte öffnet sich die hochsichere "Stadt in der Stadt" konsequent zum umliegenden urbanen Raum. Die Weltoffenheit und die tiefe Verankerung der Bundesdruckerei im politischen und gesellschaftlichen Leben Berlins findet in den neuen Gebäudekomplexen ein adäquate architektonische Sprache und Gestalt.
Mit der Deutschen Wiedervereinigung entstehen für die Bundesdruckerei neue Herausforderungen. Der Bedarf an Personaldokumenten und Banknoten wächst in den Jahren 1990/91 enorm. Allein im Jahr 1991 liefert das Unternehmen fast 15 Millionen Personaldokumente aus. Der 200-Mark-Schein ist die erste Note in einer Serie mit neuen Sicherheitsmerkmalen.

Ein Jahr später werden die ersten Bausteine für ein modernes Hochsicherheitsunternehmen gelegt: Die Bundesdruckerei gründet gemeinsam mit der Preussag AG die UNIQA-Chipkartensysteme GmbH, die 1993 die ORGA-Kartensysteme GmbH zukauft, um moderne Chiptechnologien und Hochleistungsprozessorkarten zu entwickeln und zu vertreiben.

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