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Kunstvolle Botschaften

Nach Überlieferungen stellte der Perserkönig Kyros schon um 550 v.Chr. die erste Postreiter-Truppe auf. Auch die Babylonier, Phönizier und Chinesen hatten zu diesem Zeitpunkt schon militärische Nachrichtenverbindungen. Das älteste Postdokument stammt von den Ägyptern: 255 v.Chr. vermerkten sie im Hibeh-Papyrus ganz penibel Absender und Empfänger, Art und Anzahl aller durch Boten beförderten Posten.

Etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung stellte Kaiser Augustus eine Postorganisation auf die Beine, die das gesamte Römische Reich umspannte. Die einzelnen Etappenstationen hießen "mansio posita", also "Verweilstelle". Daraus entstand der heutige Begriff "Post".

Mit dem Römischen Reich ging auch das Postnetz unter. Erst im Mittelalter entstanden wieder einige neue Botenorganisationen. Sie dienten jedoch nur amtlichen Kontakten, zum Beispiel zwischen Hansestädten, Handwerkergilden, Klöstern oder Universitäten.


1490 - die erste deutsche Postlinie

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts begann eine Zeit der Umwälzungen: Um 1450 erfand Gutenberg den Buchdruck. Schon zwei Jahre zuvor erhielt Franz von Taxis vom späteren Kaiser Maximilian I. den Befehl, eine Postlinie quer durch Deutschland einzurichten. Sie führte von Innsbruck nach Mechelen, mit einem Posten nach jeweils fünf Meilen.

Zunächst beförderte sie nur amtliche Briefe, ab spätestens 1506 aber auch private Korrespondenz. Das Postnetz wurde schnell ausgebaut. Bald gingen regelmäßig Botschaften nach Brüssel, Rom und Spanien. Im Jahre 1615 erhob der Kaiser die Familie der Taxis zu Reichspostmeistern. Es entstanden immer neue Postverbindungen, zum Beispiel 1660 von Leipzig nach Hamburg. Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wurde eine gemeinsame Reichspost eingeführt, aus der die heutige Deutsche Post hervorging.

1000 Reichsmark


Die Bundesdruckerei

Die Bundesdruckerei wurde am 6. Juli 1879 unter dem Namen "Reichsdruckerei" gegründet.
Der Generalpostmeister Heinrich von Stephan fand vor mehr als 100 Jahren bei Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck ein offenes Ohr für seine weitsichtigen Pläne. Er vereinigte, gegen den heftigen Widerstand des Reichstages und des privaten Druckgewerbes, die "geheime Oberhofbuchdruckerei" Decker mit der "königlich preußischen Staatsdruckerei". "Bis auf weiteres" wurde sie dem Generalpostmeister
unterstellt.

Wir sind stolz darauf, sagen zu können, dass der Initiator des Weltpostvereins und Erfinder der Postkarte auch der Gründer unseres Hauses ist.

Jährlich rund 600 Millionen Freimarken produzierten die königlichen Drucker in der Gründungsphase mit preußischer Akribie. Per Hand versteht sich.

Heute liefern die hochmodernen Druckmaschinen Jahr für Jahr um die 4 Milliarden kleiner Kunstwerke aus. Nummeriert und perforiert, Marken von makelloser Qualität. Und sollten die Argusaugen der Kontrolleure einmal eine minimale Farbabweichung auf den frischgedruckten Wertmarkenbögen feststellen oder gar eine Unregelmäßigkeit an den Rändern bemerken, wandern die kleinen Kunstwerke auf direktem Weg in den Reißwolf, zum Leidwesen mancher Briefmarkensammler. Der Perfektionsbetrieb lässt keinen Platz für die begehrten Fehldruckraritäten.

Partner:
Deutsche Briefmarken Revue
Logo  Briefmarkenrevue


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